Mehr über uns

CoopCreation ist eine Gemeinschafts-Initiative von DUKOO eG (Das Unternehmen Kooperation) und dem FIKW (ForschungsInitiative Kooperativer Wandel), mittels Diskurs (CoopCreation-Dialoge) und Einbeziehung neuer Methoden (wie z.B. "Universaler Intelligenz"), Impulse für die Wirksamkeit von (kooperativen) Veränderungen zu entwickeln und zu erproben. Koordination: Dr. Adoj Allisei u. Gerd K. Schaumann.

28.5.21

Den Kooperativen Wandel mit „Humor“ fördern?!

 


Essenz

Die einen werden sagen: Völlig „ver-rückt“, die anderen vielleicht „interessant“. Das ist bei „Neuen Ansätzen“ völlig verständlich, wahrscheinlich sogar notwendig. Nun, wer käme schon auf die Idee, „Humor“ quasi als „Gestalt-Wandler“ (Kooperativer Wandel) zu sehen? …

„Why Not“ sagen Querdenker und sind offen für andere Lösungen, zumal, wenn man noch wenig Erfahrungen mit dem hat, was nach einem „Kooperativen Wandel“ kommen soll:

·         Die Neue Gesellschaft mit Namen „Kooperations-Gesellschaft“, zu der – immer mehr Menschen - „JA“ sagen, aber sich kaum jemand wirklich mit dessen Funktionsweise befasst hat.

Fragen sind wichtig, z.B. wie:

·         Kommt dieser „Wandel“ schleichend, hat er Übergänge und wie sehen die „Bilder“ des Neuen aus? …

Das alles sind ungeklärte Fragen, aber sie alle schließen auch die Möglichkeit nicht aus, dass das „Beharrungsvermögen“ zum „bewährten“ Alten stärker sein könnte, als erwartet. …

Z.B. das „Politische System einer Kooperations-Gesellschaft“ zu gestalten könnte eine „Herkulesaufgabe“ sein. …

Um mit „kooperativer Intelligenz“ zu wirken, bedarf es erheblicher „Anstrengungen“, vor allem aber überzeugender Methoden und „Bilder“. Wer das mit mehr „Humor“ angeht, statt wie bisher mit „Verboten“, wer (politische) „Inklusion“ sagt und auch so meint, der ist gerade dabei, sich als „wandlungsbereit“ zw. „wandlungsfähig“ zu verstehen.

·         Aber wie viele „Macht-Träger“ - im alten System - werden das so sehen können/wollen?

Vielleicht ist „Humor“ eine Art „Schwert“, der den „Gordischen Knoten“ lösen kann …     

 

Frage

Eine wirklich interessante Idee, den „Kooperativen Wandel“ durch mehr „Humor“ zu beflügeln. Wir hatten ehr gedacht, diesbezüglich eine konsequentere Politik zu praktizieren.

Was bringt euch auf diese originelle Idee – die offen gestanden – für uns etwas gewöhnungsbedürftig klingt. …

Ist das wirklich ernst gemeint?

Antwort

Auch bei uns im IWMC QuantenInstitut hat es dazu vieler Diskussionen bedurft; nicht alle Mitglieder konnten wirklich überzeugt werden. Wir haben uns darauf geeinigt, dies ist eine von vielen „Innovationen“ ist, derer es bedarf, um irgendwie „festgefahrene“ Konkurrenz-Ideen zu erweitern. …

Einige Mitglieder im IWMC – sind durchaus zu Recht – der Meinung, dass ein „Kooperativer Wandel“ auch völlig neue Wege gehen müsse. Der bisher präferierte „Überzeugungs-Diskurs“ (nicht Aktionskurs) mit Politikern und sonstigen „Meinungs-Bildnern“ in Wissenschaft, Medien, etc. war eher unbefriedigend, zumindest ohne die erwartete Wirkung. Man konnte den Eindruck gewinnen:

·         Eigentlich solle das „Erfolgs-System-Konkurrenz“ doch fortgesetzt werden, lediglich einige Veränderungen seien notwendig. …

Wer jedoch die grundlegende Tragweite und die Anhäufung der zunehmend kritischer werden Folgen, aus einer (irgendwie gearteten) Fortsetzung des Konkurrenz-Systems genauer betrachtete, kann durchaus zur Meinung kommen:

·         Die Zeit wird „verdammt“ knapp für „Zwischenlösungen“.

Außerdem scheinen die (tradierten) „politische Veränderungswege“ (Parlamente, Parteien, Wahlen) nur wenig „Wandlungsbereitschaft“ für grundlegendere, aber zeitnahe Korrektur-Schritte zu signalisieren.

Um dieses Dilemma zu überbrücken, haben wir seit einiger Zeit viele neue Ideen, Wege und Methoden entwickelt. Aber auch sie sind alle sind zwar irgendwie „nett anzusehen“, geben aber (gefühlsmäßig) ehr weniger Anlass für rechtzeitiges und umfassendes Gelingen des Wandels. …

Resignation – keineswegs, aber überprüfen der eigenen Ideen. …

Das hat uns auch auf die Idee gebracht, z.B. Art und Formen der derzeitgen politischen Willensbildung grundlegender auf den „Prüfstand“ zu stellen. …

Die „Corona-Zeit“ führte letztlich zur „Beschleunigung“ unserer Meinungsbildung. …

Neben vielen anderen Erkenntnissen, fiel besonders die Art auf, wie schnell sich sozusagen „Welten“ zwischen den „Regierenden“ und „Gruppen von Regierten“ schieben, ohne dabei jedoch etwas wirklich (lösungsbezogenes) zu bewegen. …

Wir haben „untersucht“, weshalb das so ist?

Sollten wir es auf den Punkt bringen, könnte man es etwa so formulieren:

·         Die einen setzen auf die bisher praktizierte und ihnen bekannte „Linie“. Sie sagen sinngemäß:  Wir vertrauen der Wissenschaft.

·         Die anderen waren/sind – wie auch immer begründet – der Meinung, man könne der (traditionellen) Wissenschaft nicht vertrauen und gaben zu bedenken, dass manifeste „Wirtschaftsinteressen“ oder sogar „Verschwörungen“ auch berücksichtigen seinen. …

Nennen wir das mal „politische Paralyse“, die wir uns derzeit kaum mehr leisten sollten. …

Irgendwie kann man schon konstatieren, dass die „Zeit nach Corona“ anders sein wird, als die „Zeit vor Corona“.

„Kühne“ Vor-Denker gehen sogar davon aus, dass  – über kurz oder lang – das inzwischen über „200 Jahre alte Politische System“ vor großen Veränderungsherausforderungen stehen wird….

Wir wollen es damit bewenden lassen, zu erwähnen, dass wahrscheinlich die derzeitige Form, wie „man“ glaubt, „Völker, Länder oder Regionen“ regieren zu wollen, zu können, zu sollen, etc. wohl nicht mehr „kompatibel“ ist mit wahrer Kooperation. …

Die Prognose ist nicht auszuschließen:

·         Veränderung (Wandel) – zumal wenn die (existenzielle) „Dringlichkeit“ quasi „vor Augen steht“ - geht entweder mit Einsicht einher (Dis-Kontinuität) oder es wird  „Brüche“ (Konflikte) geben. …

Warum aber warten, bis solche – quasi vorhersagbaren – Entwicklungen erst eintreten? …

Wäre es nicht besser, bereits jetzt (neue) Methoden zu erproben, die einem (friedlichen) Wandel viel eher dienlich sind, als das „Alte“ auf das „Neue“ zu projizieren, um dann erst zu erfahren, dass es (wahrscheinlich) nicht funktioniert? ….

Wir haben zahlreiche „Methoden“ bzw. „Ideen“ ausprobiert und „durchgespielt“ und sind dabei auch auf eine Methode gestoßen, die gänzlich „konfliktfrei“ - aber dennoch hocheffektiv -  wirkt.

Wir nennen sie:

·         Die „Kooperativer Wandel mit Humor“ (KWH).

Wir sehen die Leser förmlich „lächeln“, die einen halten es für einen „Scherz“, die anderen für „Spinnerei“. …

Das war auch im „QuantenInstitut“ (zunächst) nicht anders. Nichts ist jedoch besser als „Selbst-Erfahrung“. Also entwickelten wir entsprechende (konfliktorische) „Problem-Lagen“, die wir mittels dieser „KWH-Strategie“ begannen zu lösen. …

Es lohnt sich das selbst auszuprobieren und sich dabei intensiv zu beobachten. Die „Technik“ ist leicht zu lernen und man findet bereits „Humor/Lachen“ (quasi „therapeutisch“ erprobt) inzwischen als wirksame Heil-Methode im Rahmen der Gesundheitsförderung.

Die Frage war natürlich:

·         Taugt eine solche Methode auch in der Politik, in Wirtschaft oder vielen gesellschaftlichen Bereichen?

Uns ging es vorrangig darum auszuprobieren:

·         Ob und wie „Humor/Lachen“ einen „Kooperativen Wandel“ sozusagen „beflügeln“ kann, besonders um potentiell mögliche „Übergangsprobleme“ friktionsloser (oder gar friktionsfrei) zu erproben? …

Nehmen wir dazu zwei Beispiele mit quasi „systemwandelnden“ Hintergründen. …

Die Beispiele zeigen:

·         Gewaltlosigkeit hat mehr „Kraft“ als gemeinhin vermutet.

Wenn man so will, entwickelt sich eine enorme „Sog-Kraft“ zum definierten Positiven.

Die eigene Absicht ist auf ein klar definiertes Ziel gerichtet; man ist nicht „gegen“ etwas, sondern „Für“ etwas. Diesen Unterschied zu erkennen und zu beachten, ist wichtig, weil wichtige (inzwischen auch gut erforschte) universale „Spielregeln“ integriert werden.

·         Das „Gesetz der Anziehung“ (statt „Abstoßung“) ist nicht zu unterschätzen. Das weiß auch die „Quantenphysik“ (Beobachter-Effekt, Quantenverschränkung) In der Gesundheitsforschung nennt man das „Placebo“) …

Nehmen wir zwei Beispiele:

·         Die „Ghandi-Strategie“ „zwang“ ein mächtiges Kolonialreich zur Veränderung (Wandel)

·         Die  „Montags-Demos“ in der DDR waren (durchaus) ebenfalls – aus ihrer damaligen Sicht - recht wirksam (auch wenn nicht eindeutig „klar“ war, „was“ man stattdessen beabsichtigte. … 

Was aber ist nun genauer:

·         Die Methode „Kooperativer Wandel mit Humor“(KWH)?

Das wäre, vereinfacht gesagt – auf den Punkt gebracht -:

·         Wir gehen über das „Prinzip Gewaltlosigkeit“ hinaus und integrieren bei dem Modell „Macht-Lacht“ das „System Humor“. …

Gern möchten wir noch folgenden Hinweis geben:

·         Wir haben auch im QuantenInstitut gerade erst damit begonnen, den „Humor als Chance“ – sozusagen als „Kooperative Intelligenz“ für einen (notwendigen, zeitnahen) „Kooperativen Wandel“ zu erproben.

Wir freuen uns über eure Anregung und Erfahrungen, denn das Thema „Humor“ ist bisher (leider) erst wenig „erprobt“ für (professionelle) „Wandlungs-Lösungen“ in gesellschaftlichen Bereichen, vor allem nicht in der Politik.

Aber eines sollte geklärt sein:

·         In einer „Kooperations-Gesellschaft“ muss es ausgeschlossen sein, notwendige Veränderungen mittels „Gewalt“ (oder „gewaltähnlicher“ Methoden) herbeizuführen.

So ist „Kooperative Intelligenz“ ganz sicher nicht gemeint!

Hinweis:

Recherchieren Sie selbst zum Thema im Internet. Aber achten Sie auf die Unterschiede!   

Redaktion: FG „Macht-Lacht“ im IWMC QuantenInstitut (Internationale Wissenschafts- und Medien-Cooperation zur „quantenpysikalischen“ Erforschung des „Kooperativen Wandels“. info@quanteninstut.de

In Fragen der Kooperation werden wir vom SmartCoop-ForschungsInstitut – „ThinkTank“ des MMWCoopGo Bundesverbandes für Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft  e.V., beraten.

 

28.6.20

Genossenschaft gründen – Genossenschaft „createn“, worin liegt der Unterschied?

 

 


CoopCreation befähigt zunächst alle (wahrscheinlichen) Mitwirkenden, ihre „Souveränität“ zu erkennen und zu wissen, dass diese auch im Rahmen einer Coop-Gründung (z.B. Genossenschaft) - und auch danach - erhalten bleiben muss. …

Nur dann lassen sich die zu erwartenden Entwicklungspotenziale - für das Unternehmen und zugleich alle Teilnehmer – optimal realisieren. …

 

Frage:

Worin liegt der Unterschied zwischen „eine Genossenschaft gründen“ oder „eine Genossenschaft createn!?

Fragestellung:  Lehramts-Studentin

Antwort:

Wer etwas „gründet“ hat eine „Geschäftsidee“. Das Ziel ist, mittels dieser „Idee“ gemeinsam ein „synchronisiertes“ Ziel zu erreichen. …

Wer Gruppen kennt – in welcher Form auch immer – kennt auch so etwas wie „geheime Vorbehalte“. Das ist – vereinfacht ausgedrückt - der Unterschied zwischen dem „Gedachten“ und dem „Gesagten“. Schon diesen Unterschied zu erkennen und damit intelligent umzugehen, wäre Rechtfertigung genug für eine Art „CoopCoaching“. …

Um nicht missverstanden zu werden, es geht nicht um „Gleichklang“ beim Denken, es geht eher um dessen Bewusstwerdung. …

Aber dies ist nur ein Teil von „Creation“, denn damit haben wir zwar „Erfolgs-Barrieren“ sozusagen minimiert, jedoch noch keine wirklichen „Coop-Vorteile“ geschaffen. …

Diese entstehen erst, wenn wir beginnen zu erkennen, dass wirklich effektivere „Werkzeuge“ inzwischen zur Verfügung stehen, um – mit wesentlich weniger „Energieaufwand“ - ein wesentlich höherer „Energieertrag“ zu erzielen ist. ….

Natürlich werden wir auch die Kenntnisse des „Gesetz der Anziehung“ (Law of Attraction), und Methoden der „Quantenphysik“ nutzen. .

Wirklich effektiv wird es jedoch erst, wenn der „Creation-Prozess“ auch über diese Methoden hinausgeht. …

Es geht um den „Einsatz“ besonders effektiver „Energie-Transformation“, der Umwandlung von Absicht in „Realität“. …

Wir werden darauf noch später näher eingehen.

   

Bewusstseins-Wandel und Kooperativer Wandel

sind die Gestalter der Zukunft  

Wer seinen Körper kennt, weiß wie „Cooperative Intelligenz (CI) funktioniert …

 

 

Hinweis der Redaktion:

Zur verbesserten Lesbarkeit sind die Fragen ggf. geringfügig redaktionell überarbeitet. 

 FG « CoopCreation im IWMC QuantenInstitut

Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation

 info@quanteninstut.de

      


13.5.20

Souveränität des Menschen - Souveränität der Gruppe


Eine der wesentlichen Aufgaben der Cooperativen Intelligenz (CJ) besteht wohl darin, ein altes Missverständnis aufzulösen. Es scheint einen unlösbaren Widerspruch zu geben, in Bezug auf „Souveränität“. Es gibt die Annahme, dass es eine „Wertigkeit“  zwischen beiden Positionen gibt. Daraus entstand die Annahme, dass Gemeinschaftshandeln nur möglich sei, wenn der einzelne Mensch seine individuelle Souveränität zugunsten „kollektiver Souveränität“ beschränke. Das scheint z.B. die Annahme zu sein bei vielen Genossenschaftsprojekten. Aber ist das wirklich „cooperativ intelligent“?       

Frage:  

Zweifellos ist Kooperation wohl das Thema schlechthin bei einem Umbau unserer Gesellschaft. Aber es gibt bei uns Zweifel, ob damit nicht unlösbare neue Probleme auftauchen, denn Menschen müssen einen Teil ihrer persönlichen Souveränität zugunsten der Gruppe (Unternehmen, Verein, usw.) aufgeben. Denkt man das weiter, dann wird die individuelle Souveränität wohl immer „dünner“, je mehr die Hierarchie wächst. Das erinnert irgendwie an die Probleme, die letztlich alle „kollektivistischen Staatsanschauungen“ hatten. Irgendwann wurde „kollektiv“ definiert (vorgeschrieben), wie sich der Einzelne zu verhalten habe, um dem „Ganzen“ bestmöglich zu dienen. Die Souveränität des Einzelnen wurde dann zur „Farce“. ….
Wir haben uns viele Genossenschaften näher angesehen und mit vielen Mitgliedern persönlich gesprochen. Den meisten Menschen wurde dies Problem erst klar, wenn wir sie direkt darauf ansprachen. Auf unsere Frage, ob sie das wirklich so gewollt hätten oder dies ihnen bewusst sei, zuckten die meisten mit den Schultern und stellten irgendwie resigniert fest: „Das ist halt so, was sollen wir machen ….“
Wir haben gedacht, irgendwie dazu Antworten von „Genossenschaftsverbänden“ oder speziellen „genossenschaftlichen Forschungseinrichtungen“ zu bekommen. – Fehlanzeige -! Man sprach von „Sachzwängen“ und „bewährten Traditionen“. Für uns waren die Antworten einfach nur „banal“. Aber genau in diese Richtung fragen Menschen, die sich wirklich tiefgehend mit neuen Ideen beschäftigen. „Unintelligente Kooperationen“ – nein danke! Das ist so etwa wie „Elektrosmog“ zu ignorieren, weil unsere Augen unfähig sind, Energieverbindungen zu sehen, die unser gesamtes Haus auch dann durchziehen, wenn die Geräte (Handy, usw.) nicht „auf Sendung“ sind …
Und die ganz provokante Frage: Lässt sich dieses Problem überhaupt in Kooperationen – vor allem Genossenschaften – lösen?    


Fragestellung: Arbeitsgruppe Studenten mit dem Interesse am Aufbau einer „Neuen Gesellschaft“


Antwort (Kurzform):

Danke, für diese wichtige Frage. Ihr sprecht in der Tat einen grundlegenden „Knackpunkt“ an, der aber gern „ausgeklammert“ wird. Wenn wir jedoch davon ausgehen wollen, dass Kooperation „intelligent“ und „menschenkonform“ sein soll, der „Konkurrenz“ in allen Belangen überlegen, dann müssen wir uns genau solchen Fragen stellen.

 Leider sind auch nach über 200 Jahren Erfahrung im Umgang mit Genossenschaften dazu keine befriedigenden Lösungen erkennbar. Schaut man sich das an, was man als „Wesentlich Handlungsgrundlage“ z.B. für eine Genossenschaft oder einen Verein definiert (Satzung), dann ist eure Frage nur allzu verständlich. Dort steht nichts über „Wesen“ oder „Selbstverständnis“ zum Menschen drin, aber jede Menge dazu, wie man meint, dass man eine „Struktur“ (theoretisch) zum Funktionieren bringen könnte. Dort ist unzweifelhaft zu erkennen, dass „individuelle Souveränität“ zugunsten der „kollektiven Souveränität“ eher als nachrangig, gar irgendwie „störend“ empfunden wird.

Wer sich mit „Mustersatzungen“ begnügt, wird das Ergebnis von „Mustersatzungen“ auch akzeptieren müssen. Das ist Fakt und damit könnten wir unsere Antwort eigentlich auch beenden.

Überrascht euch eine solche Antwort wirklich?

Aber genau das wäre das Ergebnis von „oberflächlicher“ Selbstverantwortung, wie sie heute gern – meist unbewusst - „verkauft“ wird. Und wenn sich damit die Teilnehmer zufriedengeben, haben sie nur die Möglichkeit „nein danke“ zu sagen und die Kooperation wieder zu verlassen oder sich mit dem Ergebnis „missgestimmt“ zu arrangieren.

Um solche Situationen zu vermeiden, sprechen wir gern von einer „Gründung“ VOR der „Gründung“. Und es wäre gut, die „formale“ Gründung wirklich erst dann zu vollziehen, wenn Klarheit zwischen den Teilnehmern besteht, ob und wie das Spannungsfeld „kollektive Souveränität“ versus „individuelle Souveränität“ (intelligent und zufriedenstellend) geklärt ist. …

Um genau dieses Spannungsverhältnis intensiv zu besprechen und zu aufzulösen, sollte ein „Souveränitäts-Kodex“ erstellt und wirksam werden. Dieser - und nicht die Satzung – sind Grundlage, wonach sich alle weiteren Entscheidungen ausrichten sollten.  

Es gibt eine Menge von Gestaltungsgrundlagen für die Funktion der Struktur (Geschäftsordnungen). Aber für die Gestaltung der zwischenmenschlichen Situationen gibt es bisher wenig oder nichts.

Man hat irgendwie den Eindruck als würde unterstellt, dass Menschen sich Strukturen anzupassen hätten. Umgekehrt wäre es wohl richtig. …

Und um euch herauszufordern, würden wir das derzeitige Verständnis von und in Genossenschaften durchaus mit dem vergleichen, was man als „Pflegezustand“ bezeichnen könnte. Schaut euch „Pflegeheime“ an und ihr ahnt, was wir meinen. Dort haben die (meisten) Menschen es zugelassen, dass sie sich einer (vorgeblichen) Betreuung „unterwerfen“, die ihnen sagt, was und wie zu ihren (angeblich) Besten zu geschehen habe. Sie haben damit allerdings ihre eigene Souveränität weitgehend aufgegeben. …

Wir sehen einen wichtigen Teil für stimmige „Kooperations-Projekte“ darin, dass sich die Teilnehmer ihrer eigenen Souveränität  umfassend bewusst werden und diese auch konsequent einfordern, verteidigen und leben.

Für uns heißt das:

·         Die Sicherung der „individuellen Souveränität“ hat Vorrang vor jeder Form von „kollektiver Souveränität“.

Uns ist bewusst, welchen Widerstand das bei den Anhängern der sogenannten „Kollektiven Vorranglösung“ auslösen wird.

Wird aber genau dieser (scheinbare) Widerspruch nicht hinreichend beachtet oder vorab geklärt, werden wir zwar mehr „Kooperationen“ bekommen (was auch durchaus vorteilhaft wäre) aber eben keine mit „Cooperative Intelligenz“.

Damit wären wir auch beim „Kern“ des Themas. Es ist dringend erforderlich, eine offene Debatte zu diesem Thema zu führen.

Es geht letztlich darum, sich zu entscheiden, ob die Organisation den Menschen nützt oder die Menschen der Organisation.

Wir möchten euch in diesem Zusammenhang anregen, dazu auch tiefergreifende Fragestellungen einzubeziehen, wie z.B.:

·         Was genauer heißt „Mensch-Sein“?
·         Was ist Sinn und Zweck des Lebens?
·         Was genau sind meine Vorstellungen für eine Gesellschaft des Miteinanders?
·         Als wen sehe ich den/die anderen Menschen?
·         Ist der Mensch eher „Opfer“ oder eher „Gestalter“ seines Lebens?
·         Welche Bedeutung hat der „Freie Wille“?
·         Verfügt der Mensch über die Fähigkeit, sein Leben nach seinen Vorstellungen zu gestalten?
·         Gibt es „universelle Spielregeln“ zur Lebensgestaltung?
·         Was heißt „quantenhaft“ Denken?
  
Diese Liste ließe sich beliebig verlängern. Solche Fragen – bisher selten in Kooperationen gestellt oder diskutiert - scheinen uns wichtige Grundlagen zu sein, um zumindest erste Schritt in Richtung der Klärung eines „Souveränitäts-Miss-Verständnisses“ zu bewirken.

Seid ihr bereit, euch solchen Fragen zu stellen?

Nur wenn ihr dazu offen und bereit seid, macht es Sinn, sich der Klärung eueres Anliegens mit hinreichender Tiefe zu widmen zu können.

Sonst bleiben wir bei dem, was wir gemeinhin als „kooperative Fiktionen“ bezeichnen, die gern dazu dienen „philosophische Arbeitskreise“ auszufüllen, die jedoch scheuen sich dem „Risiko“ einer organisatorischen Umsetzung auszusetzen. …

Aber genau darum geht es letztlich:

·         Die neuen Bilder eines kooperativen Wandels werden nur entstehen, wenn Menschen zum (sinnvollen) Handeln übergehen.

Was also ist genauer eure Zielsetzung?

·         Wollte ihr selbst „Cooperative Intelligenz“ in einer Struktur ausprobieren und realisieren?
·         Wollt ihr anderen Menschen lediglich die Ergebnisse eurer wissenschaftlichen Befassung mit dem Thema „Cooperative Intelligenz“ zugänglich machen“?
·         Wollt ihr lediglich etwas zur eigenen „Freizeitgestaltung“ auf höherem Niveau entwickeln.

Damit wir uns nicht missverstehen:

·         Nichts von allem ist „besser“ oder „richtiger“. Alles ist sinnvoll, denn zumindest werden solche Gedanken das „kollektive Bewusstseinsfeld“ bereichern.

Es sollte deutlich geworden sein, wo unsere Interessen (derzeit) vorrangig liegen:

·         Wir wollen Menschen unterstützen, die bereit sind, sich tätig auf den Weg zu begeben.  
·         Wir wollen dazu beitragen, die neuen Bilder einer „cooperativ intelligenten“ Gesellschaft - vorbildhaft funktionierend – in Aktion zu bringen.

Wir freuen uns auf eure Antwort und hoffen natürlich, dass zahlreiche eurer Arbeitsgruppen die Herausforderung (praktisch) annehmen, sich dem Prozess der praktischen Umsetzung nicht zu entziehen.

Gern setzen wir das MailCoaching fort, denn eure Fragen lassen spannende Diskurse erwarten, zu einem Thema, das wir als sehr bedeutsam im Rahmen eines „kooperativen Wandels“ einstufen.
Vielleicht ist diese Fragestellung sogar so etwas wie eine „Bewusstseins-Schleuße“, die darüber entscheidet, wie schnell und intensiv sich kooperativer Wandel in der Praxis vollzieht.  …

Herzlich willkommen in der Gruppe der Gestalter einer neuen Zeit, in der Cooperative Intelligenz die Grundlage für Menschen sein wird, die ihr Handeln an einem verständnisvollen Miteinander orientieren. …     
      
CoopSpirit
Die Cooperative Intelligenz (CI)
in Aktion





Redaktion: AG „CoopSpirit“ im IWMC QuantenInstitut
- Internationale WissenschaftsCooperation für angewandte Quantenphysik -
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